Straßenratgeber: mit dem Auto durch Slowenien, Italien, Kroatien und Österreich
Viele Fahrten in dieser Ecke Europas überqueren in wenigen Stunden zwei oder drei Grenzen: vom Flughafen Triest nach Istrien, von Venedig nach Ljubljana, von Salzburg an den Bleder See. Jedes Land kassiert für seine Autobahnen anders und hat eigene Winterregeln. Das sollten Sie vor der Fahrt prüfen.
Slowenien
- Autobahnen und Schnellstraßen sind vignettenpflichtig (Woche, Monat, Halbjahr oder Jahr); die E-Vignette wird vorab online gekauft und an das Kennzeichen gebunden. Ohne Vignette drohen 300–800 Euro Strafe.
- Keine Vignette nötig ist auf der Küstenschnellstraße Škofije – Izola sowie auf Regional- und Gemeindestraßen.
- Tempolimits: 50 km/h innerorts, 90 km/h auf Regionalstraßen, 110 km/h auf Schnellstraßen, 130 km/h auf Autobahnen.
- Abblendlicht ist immer vorgeschrieben, auch am Tag.
- Winterausrüstung vom 15. November bis 15. März: Winterreifen oder Sommerreifen mit Schneeketten im Auto.
Italien
- Die meisten Autobahnen sind mautpflichtig: Ticket bei der Einfahrt ziehen, an der Ausfahrt zahlen.
- Vom 15. November bis 15. April sind auf entsprechend beschilderten Straßen Winterreifen oder mitgeführte Schneeketten Pflicht.
Kroatien
- Autobahnen sind mautpflichtig, der Preis richtet sich nach der gefahrenen Strecke.
- Vom 15. November bis 15. April sind bei winterlichen Verhältnissen Winterreifen Pflicht.
Österreich
- Autobahnen und Schnellstraßen sind vignettenpflichtig; einige Tunnel und Passstraßen kosten zusätzlich Maut.
- Vom 1. November bis 15. April gilt bei winterlichen Fahrbahnverhältnissen Winterreifenpflicht.
Wichtige Nummern und Dokumente
Der europäische Notruf 112 gilt in allen vier Ländern. In Slowenien erreichen Sie die Pannenhilfe AMZS unter 1987. Führen Sie Führerschein, Ausweis oder Reisepass, Zulassung und Versicherungsnachweis mit — beim Mietwagen auch den Mietvertrag.
Oder fahren lassen
Ein Privattransfer nimmt Ihnen das alles ab: ein Festpreis für das ganze Fahrzeug, Vignetten, Maut und Kraftstoff inklusive, Winterausrüstung stellt der Beförderer, und der Fahrer vor Ort kennt die Grenzübergänge. Besonders praktisch bei Einwegfahrten, für die Vermieter oft eine Gebühr für die Rückgabe im Ausland verlangen.